Aktuelles aus dem Rathaus
von Nicole Zscherneck
In den beiden Wanderhochburgen Ottenhöfen im Schwarzwald und der Mummelseegemeinde Seebach ist die Freude groß. Turnusgemäß wurde im Herbst wieder eine Nachzertifizierung der drei Premium-Wanderwege Bosensteiner Almpfad, Mummelsee-Hornisgrindepfad und Karlsruher Grat fällig, die wieder einmal erfolgreich ausgefallen ist. Alle drei Wege wurden erstmals 2013 zertifiziert. „Da die Qualität solcher Wege durchweg gut sein muss und ständig von uns kontrolliert werden muss, gilt die vom Wanderinstitut verliehene Urkunde nur drei Jahre“, erklärt Manuela Epting, Tourismusleiterin in Seebach bei einer Zusammenkunft am Bosenstein, wo sich zwei der Wege treffen. Mit viel Fleiß und Hingabe kümmert sie sich mit dem Bauhof in Seebach um die Instandhaltung der Wege, gemeinsam mit der Tourismuschefin Ottenhöfens, Melanie Steinlein und
Robert Schneider, Wegewart des Schwarzwaldvereins Ottenhöfen.
„Die Beschilderung machen wir ehrenamtlich, wir laufen die Wege drei Mal im Jahr ab“, so Steinlein. Robert Schneider sorgt dafür, dass die Wege immer schön ausgemäht sind. 2023 war der Premiumweg Karlsruher Grat bei der Abstimmung zu Deutschlands schönstem Wanderweg dabei und kam mit dem achten Platz sogar in die Top Ten. Die Kontrollen der Wege erfolgen unangekündigt und sollen dafür sorgen, dass die Qualität erhalten bleibt und weiterentwickelt wird, um den Wanderern ein ganz besonderes Erlebnis zu bieten. Laut Deutschem Wanderinstitut gibt es das Wandersiegel für Premiumwege nur, wenn ein Weg besondere Ziele und viele Höhepunkte bietet, dabei „Durststrecken“ ausgeschlossen sein sollen.
Hervorragende Markierungen, hoher Erlebniswert und ein abwechslungsreiches Wandererlebnis mit Highlights wie schönen Aussichten, hübscher Wegeführung durch wechselnde Landschaften, Gewässer, Schnapsbrunnen oder Einkehrmöglichkeiten - alle drei Wege bieten jeweils besondere Höhepunkte. Das Negative: „Es werden auch sehr viele Schilder geklaut“, sagt Wegewart Robert Schneider. Am Sauerberg wurden innerhalb von zwei Jahren drei Stück vom selben Pfeiler entwendet.“
Deshalb ist es ein hoher Aufwand, den die Verantwortlichen Jahr für Jahr betreiben, um den Standard zu halten. Das erkennen auch die beiden Bürgermeister an. „Durch die mehrfache Auszeichnung wird gezeigt, dass diese Wege super gepflegt werden. Der Dank geht an alle, die helfen. Dass der geforderte Standard immer wieder gehalten wird und auch noch Dinge hinzukommen, fördert das Interesse der Gäste, diese Wege zu begehen. Ein Aushängeschild für unsere Dörfer. Da können wir im Achertal glänzen“, zeigt sich Hans-Jürgen Decker (BM Ottenhöfen) begeistert. Auch Amtskollege Markus Benkeser (Seebach) pflichtet bei: „Das spiegelt das hohe Niveau im Achertal wider und das vor allem dank unserer tollen Mitarbeiter. Ohne sie wäre das alles nicht möglich. Das ist nicht selbstverständlich.“ „Besonders zu danken ist auch der Bergwacht, die immer zur Stelle ist, wenn sie benötigt wird“, fügte Steinlein hinzu.













