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Seebach das Mummelseedorf im Schwarzwald

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77889 Seebach
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Attraktionen

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Bergansicht
Bergansicht

In dieser Überischt finden Sie aufgelistet alle Attraktionen die wir Ihnen in Seebach bieten können. Angefangen vom Mummelsee über Mühlen bis hin zu Museen. Klicken Sie sich einfach durch und informieren Sie sich über Ihr nächstes Ausflugsziel.

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Mummelsee

Kunst am Mummelsee
Kunst am Mummelsee

Der sagenumwobene Mummelsee

"Schwarz beschatteter Spiegel des Wassers. Sein Bord ist wie das Ufer des Lethe, öd und abgeschieden ... kein Laut unterbricht die ewige Stille, nur dass tief unten im Tal melancholisch ein Quell murmelt. Immer unbewegt ist der schwarz beschattete Spiegel des Wassers, auf dem die gelbe Seerose ihre breiten Blätter entfaltet. Es ist hier der Aufenthalt der Betrachtung, der Wehmut und der Dichtung". So beschrieb Alois Schreiber, einer der ersten Schwarzwalddurchwanderer, vor 165 Jahren den Mummelsee. Und so öde und abgeschieden muss der See seit seiner Entstehung vor 10.000 Jahren lange Zeit gewesen sein. Es war in der letzten Eiszeit, als Gletschereis diese runde Gletschermulde aushobelte. Seinen Namen verdankt der Mummelsee den weißen Seerosen, im Volksmund "Mummeln" genannt, die einst hier zahlreich wuchsen. Heute ist die ewige Stille noch abends, in der Nacht und am Morgen zu verspüren. In der übrigen Zeit wird der See von vielen Menschen besucht. Vor hundert Jahren entstand am Ufer des Mummelsees das Mummelseehotel, das bis kurz nach dem ersten Weltkrieg nur zu Fuß zu erreichen war. Mit dem Bau der Schwarzwaldhochstraße im Jahr 1930 entwickelte sich der berühmte See mit seinem gemütlichen Berghotel zu einem der beliebtesten Ausflugsziele des Schwarzwaldes.

Heute bietet ein Besuch am Mummelsee vielerlei Erlebnisse und Sehenswürdigkeiten. Neben den landschaftlichen Reizen mit der herrlichen malerischen Lage des Sees gibt es Tretboote zu mieten, man kann die Kunstwerke moderner Künstler auf einem Kunstpfad besichtigen oder eine kleine Rundwanderung zum nahen Hornisgrindegipfel unternehmen. Auf großes Interesse stoßen die zahlreichen Shops mit begehrten Souvenirartikeln bis hin zur weltbekannten Kuckucksuhr. Eine Besonderheit ist auch das Angebot von zahlreichen schmackhaften Schwarzwaldprodukten. Im Sommer kann man dem Bäcker beim Backen von Bauernbrot im original Holzofen zuschauen. Wenn man großes Glück hat, begegnet man dem Mummelseekönig. Beim Dorfabend in Seebach bringt er seine zierlichen Seenixen mit.

  • Im Berghotel selbst werden die Gäste nach allen Regeln der Kunst mit vielseitigen regionalen Speise- und Getränkeangeboten verwöhnt. Gute zeitgemäße Gästezimmer lassen jeden Besucher erholsam bei sehr guter Höhenluft schlafen.
  • Der Wasserabfluss des Mummelsees erfolgt in das "Seebächle" , welches recht steil und schnell in das reizvolle Seebachtal abfließt, bevor es sich im Tal mit dem größeren Strom der Acher vereinigt. Der Mummelsee mit seinem Seebächle sind die Namensgeber für das Schwarzwalddorf Seebach.
  • Übrigens, der Mummelsee ist einer der sieben verbliebenen Karseen des Schwarzwaldes. Die Karseen sind Überbleibsel der letzten Eiszeit. Der Mummelsee ist mit 800 m Umfang der größte, mit 17 m Tiefe der tiefste und mit 1.036 m Höhenlage der höchste der sieben Karseen.

Weitere touristische Infos zum Gästeangebot am Mummelsee erhalten Sie unter der Homepage dort unter der Rubrik Mummelsee.

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Hornisgrinde

Hochmoor und Turm
Hochmoor und Turm

Der Hornisgrindeturm

Der Hornisgrindeturm erweckt bei vielen Besuchern den Eindruck als wäre er die Hinterlassenschaft einer alten Burg. Nur wenige wissen, dass seine Existenz auf die Initiative des Badischen Schwarzwaldvereines unter Fabrikdirektor Nauwerk aus Oberachern zurückgeht. Dieser erhielt am 15. Juni 1909 die Baugenehmigung vom Großherzoglichen Bezirksamt Achern. Eine Kupfertafel am Eingang des Turmes erinnert unter Angabe des Architekten an die Fertigstellung im Jahre 1910. Der Hornisgrindegipfel mit dem schönen Aussichtsturm und dem ebenfalls wunderschönen "Grindenhotel" war mit dem Mummelsee bis 1942 das beliebteste Ausflugsziel der ganzen Region. Mit der Beschlagnahmung durch die Deutsche Luftwaffe und später durch das Französische Militär blieb der Aussichtsturm für die Öffentlichkeit nahezu 60 Jahre verschlossen. Mit dem Rückkauf der Liegenschaften im Jahre 1999 verfolgen die Gemeinde Seebach und die Waldgenossenschaft Seebach wieder das Ziel die Hornisgrinde zu ursprünglichem Glanz eines beliebten Ausflugszieles zu entwickeln. Dieses Unterfangen soll im Einklang mit den Interessen des Naturschutzes geschehen.

Die Geschichte des Hornisgrindeturms

  • Bauherr
    Badischer Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Achern
  • Baujahr
    Baugenehmigung im Jahr 1909, Fertigstellung und Einweihung 1910. Im Jahr 1912 wurde daneben durch die Seebacher Bürger Josef Maier und Franz Maier auf dem Boden der Waldgenossenschaft Seebach das Hornisgrindehotel erbaut.
  • Architekt
    Richard Walder, Karlsruhe
  • Höhe
    23 Meter, ca. 1948 hat das französische Militär ein ca. 7 m hohes Dach zum Wetterschutz angebracht
  • Militärnutzung
    1942 Beschlagnahme des Areals durch die Reichsluftwaffe, 1945 Besetzung durch die Franzosen. Die Besatzungsmacht ließ das Gebiet einzäunen und richtete eine Sendestation ein, welche von der Französischen Luftwaffe betrieben wurde. Dabei wurde der Turm als Sendestation benutzt. Durch die Anbringung von Sende- und Empfangsanlagen wurde der Hornisgrindeturm stark in Mitleidenschaft gezogen.
  • Rückgabe
    Juni 1999 Abzug des französischen Militärs und Übertragung des Gebietes an das Bundesvermögensamt mit dem Auftrag zur Veräußerung
  • Rückkauf
    Im Jahr 2000 durch die Waldgenossenschaft Seebach, als frühere Grundstückseigentümerin
  • Konzept
    Wiedereröffnung als Aussichtsturm

Das ehemalige Gasthaus Hornisgrinde

Das im Volksmund als "Grinde-Hotel" bekannte Gasthaus Hornisgrinde wurde im Jahre 1912 von den Seebacher Bürgern Josef und Franz Maier unmittelbar neben dem Hornisgrindeturm auf dem Grundstück der Waldgenossenschaft Seebach erbaut. Die vielen Erholungssuchenden verhalfen dem ehrgeizigen Tourismusprojekt zur schnellen Blüte. Anziehungsmagneten waren selbstverständlich der Aussichtsturm mit dem fantastischen Panoramablick in das Rheintal und auf den gesamten Schwarzwald. Dazu gesellten sich der unterhalb liegende Mummelsee, das seltene Hochmoor aber auch damals schon historsiche Wanderziele wie der Dreifürstenstein oder der Bismarckturm (alter Landvermessungsturm). Tausende von Besuchern wurden bei dem alljährlichen Segelflugtag zu Pfingsten angelockt. Bei guter Witterung wurden die Segelflugzeuge mit Gummiseilen angezogen und am westlichen Steilabfall in den Himmel katapultiert.

Zu Zeiten der Hochblüte waren im Gasthaus Hornisgrinde, dem daneben liegenden Wohn- und Personalhaus und im Anbau des Hornisgrindeturmes über 100 Betten eingerichtet. Das Angebot reichte von Schlafsälen in verschieden Größenordnungen bis zu normalen Doppel- und Vierbettzimmern im Hornisgrinde-Gasthaus. Zur Bewältigung der Besucherströme und Verpflegung der Übernachtungsgäste wurde im Jahr 1936 ein weiterer Anbau mit Speisesaal und Gästezimmern an das Gasthaus realisiert. Doch schon bald sollte dem Gasthaus mit der Beschlagnahmung des Militärs im Jahre 1942 das gleiche Schicksal widerfahren wie dem Hornisgrindeturm. Doch es kam noch schlimmer. Nur wenige Tage nach der Besatzung durch das französische Militär brannte das Gasthaus 1945 infolge Leichtsinn der angetrunkenen feiernden französischen Soldaten teilweise bis auf die Kellerdecke nieder. Die Besatzer kappten schließlich das Gebäude um ein Stockwerk, vergrößerten es teilweise zu einem rechteckigen Gebäude, um nach einem Vollgeschoss über das gesamte Gebäude ein flach geneigtes Dach zu errichten. Das ehemals wunderschöne glanzvolle "Grinde-Hotel" wurde somit zur Kommandozentrale der französischen Luftstreitkräfte für das ca. 30 ha. große Militärgelände Hornisgrinde. Ebenso wie der Turm wurde auch dieses Gebäude mit Nebenhaus im Jahre 1999 von der Waldgenossenschaft Seebach zurückgekauft. Mit großen Mühen versucht man derzeit wieder eine Genehmigung für ein Gasthaus zu bekommen. Kopfzerbrechen bereiten den Verantwortlichen auch die gesamten Hinterlassenschaften des Militärs. Immer noch hofft das kleine Seebach, dass es die Militärherrschaft und die üblen Hinterlassenschaften auf der Hornisgrinde nicht alleine schultern muss. Die Gemeinde und die Waldgenossenschaft Seebach sind insbesondere auf tatkräftige finanzielle Mithilfe von Bund und Land angewiesen.

Die Sanierung des Hornisgrinde-Aussichtsturmes in Seebach im Schwarzwald

Infolge der Auswirkungen des II. Weltkrieges lag der früher von Bergwanderern so gerne besuchte Hornisgrindeturm nun nahezu 63 Jahre im militärischen Sperrgebiet. Dies sind immerhin 2/3 seiner bisherigen Existenz. Der im Jahr 1910 fertiggestellte Aussichtsturm auf der Hornisgrinde war etwas ganz besonderes. Mit seinem Standort auf dem höchsten Berg des Nordschwarzwaldes und der Nähe zum sagenumwobenen Mummelsee zog er tausende von Besuchern an. Damit war 1942 mit der Beschlagnahmung des Turmes und der benachbarten Hornisgrinde-Gaststätte durch die Deutsche Luftwaffe Schluss. Nach Kriegsende übernahmen die französischen Militärs das Gebiet. Es begann ein harter Kampf um den Mummelsee und die Hornisgrinde. Nachdem die vereinten bürgerlichen und politischen Kräfte wenigstens den Mummelsee aus den Klauen der Militärs befreien konnten, war es um die Hornigrinde geschehen. Die Waldgenossenschaft Seebach und die Gemeinde Seebach mussten im Jahr 1965 dem Druck der bereits angekündigten Zwangsenteignung des Grundbesitzes auf der Hornisgrinde nachgeben und dieses für die damalige Besatzungsmacht strategisch wichtige Höhengebiet eigentumsrechtlich an den Bund abgeben. Bis zuletzt hatte man unter Einschaltung aller politischen Kräfte verhandelt, um wenigstens den Turm und das Gasthaus wieder aus dem seit Jahren beschlagnahmten Militärgelände frei zu bekommen.

Nachdem die Militärs die Hornisgrinde zu einer regelrechten Kaserne mit vielen Manschaftsgebäuden und sonstigen Einrichtungen ausbauen ließen, glaubte in der Region niemand mehr an die Rückkehr zu früheren Zeiten. Eine herrliche Naturlandschaft mit seinem einzigartigen Hochmoor und den schönen alten historischen Gebäuden drohte kaputt zu gehen. Als niemand mehr so richtig daran glauben wollte geschah aber das schier Unfassbare. Mit dem Fall des eisernen Vorhanges und dem Zusammenbruch des „Ostblocks“ anfangs der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts war plötzlich auch die Räumung des Militärstandorts Hornisgrinde ein Thema. In mehreren Tranchen wurde das Gelände mit seinen vielen, auch unschönen Hinterlassenschaften an die früheren Eigentümergemeinden Sasbach, Sasbachwalden und die Waldgenossenschaft Seebach zurückgegeben. Der Hornisgrindeturm selbst konnte nach harten aber fairen Verhandlungen im Jahr 2000 zurückerworben werden. Schon vor dem Rückkauf machte man sich Gedanken über die Zukunft dieses einmaligen und weit über die Ortsgrenzen hinaus bedeutenden Kulturdenkmals. Nachdem weder der Schwarzwaldverein Achern als früherer Turmeigentümer noch die Waldgenossenschaft Seebach als Grundstückseigentümerin Chancen und Möglichkeiten für eine umfassende Renovierung sahen, war die Gemeinde Seebach gefordert. Trotz allerschwierigster finanzieller Rahmenbedingungen wollte sich der Gemeinderat diesem einmaligen und auch historisch zu bedeutsamen Heimatprojekt nicht verschließen. Nur mit dieser Zusage kaufte die Waldgenossenschaft Seebach den Turm von der Bundesrepublik Deutschland zurück um ihn mittels einem Erbpachtvertrag gleich wieder an die Gemeinde Seebach weiter zu veräußern. In der Folgezeit galt es schließlich ein Konzept für die Restaurierung des sehr stark in Mitleidenschaft gezogenen Turmes zu erarbeiten. In Form eines kleinen Architektenwettbewerbes entschied sich der Gemeinderat für Herrn Architekt Adler vom Architekturbüro Adler und Retzbach in Karlsruhe. Die Vorstellungen der Gemeinde, von außen herangetragene Ideen und die Vorschläge des Architekten formten in nur wenigen Monaten das Sanierungskonzept. Sehr schnell war allen Beteiligten, insbesondere mir als Bürgermeister klar, dass der Aussichtsturm nur mit erheblichen Fördermitteln zu sanieren war. Dankbar ist die Gemeinde dem Land Baden-Württemberg, welches eine umfassende Unterstützung aus Mitteln der Tourismusförderung zusagte. Gleiches gilt für die Denkmalstiftung Baden-Württemberg, welche unter Mithilfe von Toto-Lotto-Geldern eine beachtliche Unterstützung zusagte. Trotzdem musste die finanzschwache Gemeinde Seebach weitere Geldgeber suchen, um den beachtlichen Eigenanteil zu erbringen. Erfreulicher Weise konnte Seebach mehrere Umlandgemeinden und einige regionale Unternehmen für ein Sponsoring gewinnen. Einen weiteren sehr beachtlichen Beitrag leisteten viele Mitglieder des Schwarzwaldvereines. Unter Regie des Vorsitzenden des Bezirkes Hornisgrinde, Herrn Klaus Mohr, und dem langjährigen Schwarzwaldvereinsmitglied Ruthard Hambrecht wurde gemeinsam mit weiteren langjährigen verdienten Schwarzwaldvereinsmitgliedern die „Schindelaktion“ zur finanziellen Unterstützung des Sanierungsprojektes gestartet. Durch die genannten Unterstützungen und mittels des eigenen Finanzanteiles wurde es der Gemeinde Seebach ermöglicht, den 1. Bauabschnitt der Turmsanierung zu starten. Der Startschuss für den 2. Bauabschnitt hängt natürlich wiederum von der Gesamtfinanzierung ab. Bis wann das Geld hierzu bereit steht, kann noch nicht gesagt werden.

Weitere Informationen zur Hornisgrinde

Mit vereinten Kräften der Gemeinden, der Waldgenossenschaft, der Forstbehörde, der Naturschutzverwaltung, dem Schwarzwaldverein, der Bergwachten und freiwillig engagierten Bürger/innen wurden schon zahlreiche, in der Zeit der Militärnutzung stark in Mitleidenschaft gezogene Flächen auf der Hornisgrinde renaturiert. Wenn man die einzelnen Schritte bilanziert ist dies eine unglaubliche und großartige Leistung. Trotzdem wird es noch Jahre dauern, bis die Hornisgrinde wieder für alle Besucher akzeptabel von ihren unschönen militärischen Hinterlassenschaften befreit ist. Da aber diese Militärzeit auch eine besondere geschichtliche Epoche der Hornisgrinde darstellt, soll langfristig im bestehenden Bunker vor dem Hornisgrindeturm eine Dauerausstellung eingerichtet werden.

Ebenfalls wieder erblühen soll das ehemals höchstgelegene und größte Gasthaus der Gemeinde Seebach. Das im Jahr 1912 durch die Seebacher Bürger Josef und Franz Maier erbaute Rasthaus wurde in den Werbeprospekten bald als Gasthaus beschrieben. Nach dem Anbau eines großen Speisesaales und der Einrichtung weiterer moderner Gästezimmer im Jahr 1938 stieg das gut geführte Haus sogar zum „Hornisgrinde-Hotel“ auf. Das jähe Ende bescherte der unselige 2. Weltkrieg. Nach dem Einmarsch der Franzosen steckte im Juni 1945 eine feiernde Soldatengruppe einen Teil dieses wunderschönen Gasthauses in Brand. Beim Wiederaufbau wurden die nicht zerstörten Kellergemäuer sowie Teile des Erdgeschosses in einen rechteckigen Gebäudekomplex baulich integriert. Das Obergeschoss und das früher so prägende Schwarzwalddach wurden nicht mehr aufgebaut. Das von den Streitkräften nun als Kommandur genutzte Gebäude erhielt lediglich ein relativ flach geneigtes Satteldach. Der beschriebene ehemalige Kommandur-/Hotelkomplex wurde im Jahr 2000 ebenfalls von der Waldgenossenschaft Seebach mit dem Ziel der Wiedereinrichtung der früheren Gastronomie erworben. Bis wann dieses Ansinnen realisiert werden kann, hängt maßgeblich von den finanziellen Entwicklungen im Haushalt der Waldgenossenschaft Seebach ab.

Als Eigentümerin des Mummelsee-Hotels, des Skiliftes Seibelseckle und weiteren zu unterhaltenen Gebäuden ist es für diese Genossenschaft derzeit nicht einfach, alle notwendigen Projekte und Maßnahmen sofort in die Tat umzusetzen. So verschlingen derzeit wichtige, für die Zukunft notwendige Infrastrukturmaßnahmen wertvolle Finanzmittel. Dies sind der Bau des zentralen Abwasserkanals zum Mummelsee, zum Seibelseckle und zur Hornisgrinde. Gleichzeitig müssen die Gebiete Hornisgrinde und Seibelseckle mit gutem Trinkwasser aus der vor wenigen Jahren neu erstellten Wasserversorgung der Waldgenossenschaft versorgt werden. Eine Verbesserung der Wintersportverhältnisse am Seibelseckle möchte man mit der Realisierung einer Beschneiungs-anlage erreichen. Die Möglichkeit der wirtschaftlichen Nutzung der Wasserkraft als umwelt-freundliche Energiequelle wurde der Waldgenossenschaft mit der Reaktivierung und Verlängerung eines alten Wasserkraftwerkes gegeben. Auch dieses Projekt muss aufgrund getätigter Vorin-vestitionen zeitnah realisiert werden. Weitere Verpflichtungen zur Beseitigung von militärischen Altlasten ist die Waldgenossenschaft Seebach mit der Rückübertragung weiterer kleinerer Militärflächen auf der Hornisgrinde im Jahr 2004 eingegangen. Da der Bund mit dem Verkauf dieser Flächen an andere Interessenten drohte und dieses Ansinnen nicht im Interesse der Gemeinde Seebach und der Waldgenossenschaft Seebach war, musste entsprechend gehandelt werden.

Niedergeschrieben am 21. März 2005 Reinhard Schmälzle, Bürgermeister

Vollmers Mühle

Vollmers Mühle
Vollmers Mühle

Die Vollmer`s Mühle ist eine der schönsten Mahlmühlen des Schwarzwaldes, sie ist über 250 Jahre alt und eine einmalige touristische Attraktion für unsere Gemeinde Seebach. Weitere Informationen sowie Bilder, Daten und Fakten finden Sie auf der Homepage der Vollmer`s Mühle.

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Deckerhof - Mühle

Deckerhof Mühle
Deckerhof Mühle

Wir bieten ihnen:

  • Führungen von Gruppen auf Anfrage mit Vorführung der historischen Hofmühle und Besichtigung der Wasserkraftanlage.
  • Auf Wunsch halten wir die Führungen (z.B für Schulklassen) auch gerne zu verschiedenen Themenschwerpunkten im Sinne des Agendagedankens. Sprechen sie mit uns!
  • Weitere Informationen finden Sie auch an unserer Schautafel.
  • kostenfreie Besichtigung von Mai – Oktober jeden Mittwoch von 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Am Fuße der Hornisgrinde, dem höchsten Berg des Nordschwarzwaldes, liegt die Deckerhof-Mühle inmitten einer herrlichen Landschaft. Die reizvolle Lage direkt am „Seebächle“, das dem sagenumwobenen Mummelsee entspringt, lädt Wanderer auf dem Weg ins Höhengebiet zum Verweilen ein. Umrahmt von Wiesen, Wald und Obstbäumen duckt sich die Mühle hinter dem Fachwerkhaus der Eigentümer unter alten Laubbäumen und ist so Teil der typischen Kulturlandschaft der Schwarzwaldtäler.

Das Nebeneinander von Mensch und Natur, von wirtschaftlicher Nutzung unter Berücksichtigung ökologischer Belange war das Ziel des Agendagipfels von Rio 1992 um Leben und Weiterentwicklung künftiger Generationen zu ermöglichen. Was als Aktionsbündnis der Vereinten Nationen für das 21. Jahr-hundert begann, wollen wir hier im kleinen Rahmen, also lokal, aufzeigen.
Hier begegnen sich: Technik aus vergangenen Jahrhunderten, die den damaligen Nutzern das Leben ermöglichte (Das tägliche Brot) und Technik aus diesem Jahrhundert, die durch erneuerbare Energie aus Wasserkraft in vorzeigbarem Rahmen zum Klimaschutz beiträgt. Diese Kombination würdigte die Jury des landesweiten Wettbewerbs „Förderung konkreter Projekte zur lokalen Agenda 21“ im Jahre 2002 mit einem Förderpreis. Die Mühle wurde 1792 als Hofmühle des nahegelegenen „Deckerhofes“ erbaut. Seit vielen Generationen ist der Hof in Familienbesitz. Er gehört zu den ältesten des Ortes. Viele Teile der Mühle sind noch aus der barocken Anfangszeit erhalten. Andere wurden im Laufe der Zeit den Erfordernissen und Möglichkeiten der jeweiligen Benutzer angepasst.

Regenerative Energiegewinnung: Im Mühlengebäude wurde eine moderne Peltonturbine eingebaut, welche durchschnittlich 80000 kw/h im Jahr erzeugt. Nimmt man den Durchschnittsverbrauch eines 4 Pers.- Haushalts mit 3500 kw/h im Jahr an, können mit dem hier erzeugten Strom rd. 23 Haushalte mit Strom versorgt werden. Dies entspricht einem jährl. Verbrauch von ca. 20000 l Heizöl oder 100 t Braunkohle. Die Einsparung an CO 2 beträgt ca. 48 t.

So finden sie uns:

ÖPNV:

  • Bus: Linie 7125 ab Bhf. Ottenhöfen Haltestelle: Schwarzenkopf, Waldweg talwärts, Richtung Seebach ca. 500m
  • Wanderweg: P: bei der Mummelsee-Halle in Seebach, entlang des Acherweges in Richtung Hinterseebach, nach ca. 2 km Beschilderung „Deckerhofmühle“
  • PKW: L 87: Achern – B 500 (Schwarzwaldhochstraße) Im Ortsteil Hinterseebach Abzweigung Sommerseite, nach ca. 500 m parken vor der Brücke.

Kontaktadresse:
Ralf und Veronika Decker
Sommerseite 74
77889 Seebach
Tel.: 07842 8351

Erzbergwerk Silbergründle

Erzbergwerk
Erzbergwerk

Es bleibt bis heute ein Rätsel, warum kein Gemeinde-, kein Bergbau- und kein Generallandesarchiv das Vorhandensein des Erzbergwerks erwähnt. Besonders erstaunlich ist dabei die Tatsache, dass in diesen Archiven wesentlich kleinere Bergwerke zum Teil ausführlich beschrieben sind. Es gab nur eine in der Bevölkerung weitverbreitete mündliche Überlieferung und verschiedene Flurstücksnamen, die auf das Vorhandensein eines Stollens hindeuteten. Aufgrund von Hinweisen älterer Mitbürger konnten vor einigen Jahren interessierte Seebacher Bürger tatsächlich den Erzstollen aufspüren. In tausenden von Arbeitsstunden vieler freiwilliger Helfer wurde der Stollen wieder zugänglich gemacht. Bergbauliche Aktivitäten sind bis ca. 1770 nachgewiesen. Indizien von gefundenen Beleuchtungsspuren werden in die Zeit zwischen 9. und 11. Jahrhundert eingeordnet. Reste der ehemaligen Bergwerksanlage werden derzeit den Besuchern wieder zugänglich gemacht. Ein rund 167 m langen Stollen zeigt gut erhaltene Spuren der mittelalterlichen Vortriebstechnik. Er diente vermutlich als Wasserlösungsstollen für die oberhalb liegenden Silbererzabbaubereiche.

Unter Führung eines fachkundigen Erzknappen kann der Stollen im fahlen Licht der Grubenlampen "erforscht" werden - bergwerksgerecht ausgestattet mit Regenmantel, Gummistiefeln und Schutzhelm. Besichtigungstermine im örtlichen Ferienprogramm (in Ferienzeiten jeweils montags nachmittags) und für Gruppen ganzjährig nach Vereinbarung bei der Tourist - Information Seebach.

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Naturschutzzentrum Ruhestein

Der Nordschwarzwald mit seinen weitläufigen Wäldern, seinen lichten Berghöhen und den schwarzen Karseen und die Ortenau mit ihren lieblichen und romantischen Tälern sind nicht nur die Wiege unzähliger Sagen und Märchen, sondern auch Anziehungspunkt für viele Besucher, die sommers wie winters die natürliche Urwüchsigkeit dieser Region genießen.

Das Naturschutzzentrum hatte als ortsnahe Einrichtung dazu beitragen, dass die Besucher die Natur auf den waldfreien Feuchtheiden, den sogenannten Grinden, oder entlang der Bäche und Wasserfälle der engen Täler hautnah erleben können und sich gleichzeitig ihrer Verantwortung für die Tier- und Pflanzenwelt dieser sensiblen Lebensräume bewusst werden.

Das Naturschutzzentrum Ruhestein wurde 1997 als Stiftung des bürgerlichen Rechts gegründet. Träger war das Land Baden-Württemberg, die Gemeinden Seebach und Baiersbronn, die Stadt Freudenstadt und die Landkreise Ortenaukreis und Freudenstadt. Die erlebnisreiche Dauerausstellung im Zentrum bot für Erwachsene und Kinder faszinierende Einblicke in die Welt des Schwarzwaldes: Naturgetreue Dioramen zeigten typische Pflanzen und Tiere, ein Krabbelgang führte Kinder in das Innere einer Blockhalde und an verschiedenen Modellen lies sich die Waldentwicklung und Nutzung von der Eiszeit bis heute nachvollziehen. Ein Teil der Ausstellung befasste sich mit dem Thema Erholungsraum dieser Region sowie den Zielen des Natur- und Landschaftsschutzes. Wechselausstellungen zu aktuellen oder speziellen Themen ergänzten das Angebot. Im Infocenter konnten Besucher an einem Landschaftsmodell Wandertipps erhalten und selbst Wanderrouten zusammenstellen.

Seit dem 01. Januar 2014 ist der Nationalpark Schwarzwald rechtskräftig und die Nationalpark-Verwaltung hat ihre Arbeit aufgenommen. Ein Großteil der Aufgaben des Naturschutzzentrums ist damit auf die Nationalpark-Verwaltung übergegangen. Außerdem ist der größte Teil des Personals des NAZ seit Januar 2014, einige Mitarbeiter seit Mai 2014 und die Freiwilligendienstleistenden seit September 2014 Teil der Nationalpark-Verwaltung.
Der Stiftungszweck des Naturschutzzentrums sowie die Umsetzung des Stiftungszwecks des Naturschutzzentrums sind somit auf den Nationalpark Schwarzwald übergegangen.

Die Stiftung Naturschutzzentrum Ruhestein im Schwarzwald wurde zum 31.12.2014 aufgelöst.

Schwarzwaldhochstraße

Schwarzwaldhochstraße Luftbild
Schwarzwaldhochstraße Luftbild

Wissenswertes zur weltberühmten Schwarzwaldhochstraße

Die Schwarzwaldhochstraße wurde zwischen 1928 und 1930 gebaut um die Gebiete zwischen Baden-Baden und Freudenstadt besser für den Verkehr zu erschließen. Im 3. Reich wurde durch den eingeführten Arbeitsdienst (Pflichtjahr für alle jungen Männer) die Straßenverbindung zwischen Ruhestein und Freudenstadt geschaffen. Grund für diese Baumaßnahme waren militärstrategische Hintergründe. Nach dem 2. Weltkrieg gab es in allen Gebieten des Schwarzwaldes großflächige Abholzungen (Franzosenhiebe) durch die Besatzungsmacht, welche als naturale Reparationszahlungen angeordnet wurden.

Aufgrund der starken Abholzungen entlang der Höhenstraße entstanden herrliche Aussichtspunkte mit Blick über die Schwarzwaldberge in die Rheinebene und Vogesen. Diese herrliche Sicht zog zunehmend Busausflugsgruppen und Tagesausflügler an. Die Höhenhotels entlang der Straße erkannten die Entwicklung und schlossen sich in einer losen Arbeitsgemeinschaft zusammen. Es entstanden die ersten Prospekte. Der Begriff Schwarzwaldhochstraße setzte sich für den Streckenabschnitt zwischen Baden-Baden und Freudenstadt weltweit fest. Der Name der 55 km langen Panoramastraße wurde schließlich auch als besonderer Begriff nach der Straßenverkehrsordnung anerkannt und kam somit auf alle amtlichen Verkehrshinweisschilder. In späteren Jahren hat die Arbeitsgemeinschaft der Wirte an der Schwarzwaldhochstraße den Namen für diesen Streckenabschnitt auch aus touristischer Sicht schützen lassen. Gleichzeitig wurden entlang der Höhenstraße touristische Hinweisschilder errichtet. In den 80ern Jahren hat sich der Baumbestand von den Franzosenhieben auch für die Schwarzwaldhochstraße sichtbar erholt. Die vielen Aussichtspunkte wuchsen immer mehr zu, dies obwohl da und dort seitens der staatlichen und kommunalen Waldbesitzer immer wieder Sichtfenster in den Wald geschnitten wurden. Dieses für die touristische Attraktivität großes Problem änderte sich mit dem verheerenden Sturm „Lothar“ am 2. Weihnachtsfeiertag des Jahres 1999 schlagartig. Oberhalb und unterhalb der Hochstraße fielen mehrere hunderttausend Festmeter schlagreifes Nadelholz diesem Sturm zum Opfer. So schlimm die Katastrophe für die Waldbesitzer gerade in wirtschaftlicher Hinsicht war, so vorteilhaft zeigen sich die Pluspunkte für den Tourismus. Neben der wiedergewonnenen herrlichen Aussicht für Wanderer und Naturgenießer ist das Befahren der Straße bei wunderbarem Licht und der immer wieder eintretenden Fernsicht ein Genuss. Dieses Erholungsgefühl runden natürlich auch die vielen Rastmöglichkeiten mit entsprechender gastronomischer Versorgung ab.

Über 70 Jahre besteht die älteste Ferienstraße mit ihren weitbekannten Hotels, Gasthäusern und Ausflugszielen zwischen Baden-Baden und Freudenstadt. Ihre Häuser werden vorwiegend als Familienbetriebe geführt. Die gemütliche Atmosphäre dieser Hotels umsorgt in unserer schnelllebigen Zeit mit Ruhe und föhnfreiem Klima seine Erholung suchende Gäste. In einer Landschaft von Weltruf finden Sie hier zu allen Jahreszeiten eine hervorragende Gastronomie. Sehr viele Schwarzwälder und internationale Spezialitäten werden von ersten Meistern der Küche zubereitet. Die kredenzten heimischen Spitzenweine bürgen jederzeit für Entspannung und Fröhlichkeit in rustikal-behaglichen Gaststuben.

Im Jahr 1993 formierte sich die seit den 50-er Jahren bestehenden Arbeitsgemeinschaft zu einem eingetragenen Verein. Dabei wurden auch die Tourismusgemeinden entlang der Schwarzwaldhochstraße eingebunden.

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