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Presse Gemeinderatsitzung vom 05.10.2018

Bürger wünschen sich weiterhin idyllisches Grimmerswaldtal
Großes Bürgerinteresse sorgte in der jüngsten Ratssitzung am 05.10.2018 im Seebacher Rathaus dafür, dass der Tagesordnungspunkt Einwohnerfragezeit deutlich mehr Zeit beanspruchte als in den üblichen Ratssitzungen. Die Zuhörerreihen waren gefüllt, die anwesenden Seebacher Bürger kamen überwiegend aus dem Baugebiet Grimmerswald und Grimmerswald II, aber auch zur Vermietung der Mummelseehalle durch die Gemeinde und zu Einrichtungen für Jugendliche äußerten sich Bürger. Die Bürger aus dem Baugebiet Grimmerswald wollten wissen, wie die weiteren Planungen in diesem Gebiet aussehen und ob es richtig sei, dass auf dem Sportplatz im Ortsteil Grimmerswald ein Campingplatz oder ein Stellplatz für Wohnmobile geplant ist. Bürgermeister Reinhard Schmälzle gab Auskunft: „Es ist richtig, dass über den Paragrafen 13b des Baugesetzes die Möglichkeit geschaffen wurde, bis zum 31. Dezember 2019 über ein beschleunigtes Verfahren Nachverdichtungen vorzunehmen. Wir haben uns bei einer Ortsbegehung auch angeschaut, wo das möglich wäre, konkret ist noch nichts geplant. Bebauung geht nur dort, wo Wohnbebauung besteht, im Außenbereich ist das nicht möglich und des Weiteren sind wir in Seebach durch die 97 Prozent Landschaftsschutzgebiet in unserer Entwicklung klar eingeschränkt.“ Reinhard Schmälzle bestätigte, dass auf einem Teil des Sportplatzes ein Wohnmobilstellplatz angedacht sei, weil der Sportplatz nicht mehr als Sportplatzt genutzt werde. Aber bis jetzt, das betonte er nochmals, sei in der einen wie in der andern Sache nichts entschieden.
Die Sorge der Bürger richtete sich gegen eine weitere Nachverdichtung um das neue Baugebiet Grimmerswald II: „Wir sehen die Gefahr, dass eines der schönsten Täler zugebaut wird und dass die Verkehrssituation, die jetzt schon angespannt ist, sich dramatisch verschlechtert.“ Anmerkungen war zu entnehmen, dass auf der Grimmerswaldstraße hinüber nach Sasbachwalden schnell gefahren wird und dass inzwischen mehr und mehr Motorradfahrer auch diese Strecke als Kurven-Eldorado entdeckt haben. Um über die Interessen der Bürger und die Interessen der Gemeinde sowie die Zukunft im Ortsteil Grimmerswald ausführlich diskutieren zu können, bot Bürgermeister Reinhard Schmälzle eine Bürgerversammlung an, die sich in erster Linie an die Betroffenen richte.

Kritik gab es an der Vermietung der Mummelseehalle an Privatleute für beispielweise Hochzeiten oder Geburtstage. Solche Veranstaltungen seien des Öfteren mit viel Lärmbelastung der Nachbarschaft verbunden gewesen und die Vorgaben würden nicht eingehalten. Wie geht das weiter, wird das unterbunden, lautete die Frage zweier Bürgerinnen, wobei sie betonten, dass sich ihre Anfrage nicht gegen die Vereine richte, die die Halle nutzten. Bürgermeister Reinhard Schmälzle teilte mit, dass man die Problematik intern besprechen wolle und sie dann öffentlich auf die Tagesordnung der Ratssitzung setzen werde.

Ein junger Vertreter der Bürgerschaft fragte nach einem Buswartehäuschen für Schülerinnen und Schüler am ehemaligen Gasthaus Grüner Baum und erkundigte sich danach, wie es mit dem Bike-Park für die Jugend aussehe. „Wir halten das Buswartehäuschen für sinnvoll und werden über eine Lösung beraten. Beim Bike-Park suchen wir noch nach einem Gelände, weil wir für den ursprünglich gedachten Ort die Zusage eines Grundeigentümers noch nicht erhalten haben“, teilte Bürgermeister Reinhard Schmälzle mit.

Endausbau der Straße ins Baugebiet vergeben
Der Gemeinderat Seebach vergab in der Ratssitzung auch den Auftrag für den Endausbau der Straße ins neue Baugebiet Grimmerswald II. Die Ausschreibung für die Straßenbauarbeiten erfolgte beschränkt, fünf Angebote gingen ein. Als Leistungen waren im Wesentlichen ausgeschrieben: 300 Kubikmeter Schottertrageschicht, 350 Meter Randeinfassung, 1000 Quadratmeter Asphalttrageschicht und 1000 Quadratmeter Asphaltbetonschicht. Günstigster Anbieter war eine Fachfirma aus Kappelrodeck-Waldulm, sie erhielt zum Angebotspreis von 109.906 Euro den Auftrag.

Zwei Bauanträge erhielten ebenfalls die Zustimmung. Im einen Fall handelte es sich um den Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Legelsaustraße, im anderen Fall ging es um den Neubau einer Lagerhalle in Angliederung an die Umgebungsbebauung. In beiden Fällen empfahl der Rat im Sinne der Dorfentwicklung eine Eindeckung mit roten bis erdbraunen Dachziegeln.

Nachträglich befürwortete er die Eilentscheidung des Bürgermeisters zur Herrichtung eines zusätzlichen Klassenzimmers in der Grundschule. Anlass dafür war ein freudiger, wie Reinhard Schmälzle mitteilte: „Die Schülerzahl hat zugenommen, das Klassenzimmer musste in den Sommerferien noch insbesondere hinsichtlich der Elektroinstallation auf den erforderlichen Stand gebracht werden.“ Die Maßnahme kostete 8900 Euro. Seebach bleibt dran an der Straßensanierung. Für die Sanierung Gewerbestraße und Wildenbergstraße, so teilte Schmälzle mit, hat die Gemeinde Seebach 80000 Euro aus dem Ausgleichsstock erhalten, 141000 Euro betragen die Kosten der Sanierung.

Zur Teilfortschreibung des Regionalplans Südlicher Oberrhein gab der Rat keine Stellungnahme ab, da Seebach von den Kapiteln Abfallwirtschaft sowie Regionale Grünzüge und Grünzäsuren nicht berührt ist.

Sachstandsberichte gab Bürgermeister Reinhard Schmälzle zur Breitbandverlegung in Seebach und zu den Infrastrukturarbeiten für das zukünftige Nationalparkzentrum am Ruhestein. Beides vermittelte er an Bildmaterial, im Hinblick auf den Fortschritt beim Breitband informierte er: „Die ausführende Firma ist unterwegs. Ob wir es in diesem Jahr noch bis zum POP ins Dorf schaffen, müssen wir schauen. Unser Ziel ist, über mehrere Bauabschnitte die Datenautobahn bis 2020 zu realisieren.“

Erfreut blickte Reinhard Schmälzle auf das Sommerferienprogramm zurück: „Es war bärenstark, hatte mit der Teilnahme von 679 Kindern einen super Zuspruch. Herzlichen Dank an alle, die am Sommerferienprogramm mitgewirkt haben.“

Zum Schluss wies er noch auf die Termine Hornisgrindepflegetag (13.10., Beginn um 9 Uhr), Achertalübung der Feuerwehr (20.10.) und Polka-Abend in der Mummelseehalle (27.10.) hin.

Aus nichtöffentlicher Sitzung vom 26. Juli berichtete er, dass die Gemeinde für eine Stellplatzablösung Möglichkeiten geschaffen hat und dass in einer Personalsache der Ausgleich von Überstunden geregelt wurde.

Wie geht es weiter beim Baugebiet Grimmerswald II interessierte die Bewohner der Grünwinkestraße und Markteichstraße.
Wie geht es weiter beim Baugebiet Grimmerswald II interessierte die Bewohner der Grünwinkestraße und Markteichstraße.
Die Straße ins Neubaugebiet Grimmerswald II soll fertig gestellt werden. Der Gemeinderat vergab dafür den Auftrag.
Die Straße ins Neubaugebiet Grimmerswald II soll fertig gestellt werden. Der Gemeinderat vergab dafür den Auftrag.
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