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Presse Gemeinderatsitzung vom 17. Mai 2018

Eine umfassende Tagesordnung lag dem Seebacher Rat am Donnerstag, 17. Mai 2018, auf seiner Sitzung vor. Einiges davon war Sachstandsbericht und Information. Dazu gehörte der Hinweis, dass aller Voraussicht nach am Donnerstag, 24. Mai, die Straße zum Kernhof und zum Rasthaus Bosenstein wieder freigegeben wird. Der Einbau der neuen Fahrbahndecke ist am 23. Mai vorgesehen. Die Straße war lange gesperrt weil die Versorgungsleitungen Trinkwasser, Strom, Steuerung für das Nationalparkzentrum am Ruhestein gelegt wurden. Die Arbeiten liefen auf Hochtouren, aber bei der Überquerung des Bachlaufes „Dürrbadenbächle“ verzögerte sich die Fertigstellung aufgrund diffiziler Gegebenheiten. Die nächsten Erschließungsarbeiten konzentrieren sich auf die „Alte Ruhesteinstraße“, dort werden im Anschluss die bereits im Herbst 2017 begonnenen Arbeiten fortgeführt. Auch dort muss dann der Fahrbahnbelag auf fast der gesamten Strecke entfernt und nach Einlegungen der Leitungen komplett erneuert werden. Nach der Fertigstellung des Zwischenstücks Wanderparkplatz Achert bis zur Schwarzenkopfstraße/Grillhütte erfolgt als weiterer Abschnitt das Einpflügen der Leitungen von der Grillhütte bis zum Zwischenpumpwerk und von dort zur Schwarzwaldhochstraße am Ruhestein. Bei der Grillhütte wird eine neue Trafostation für die Pumpanlagen im Hochbehälter Schwarzenkopf und im Zwischenpumpwerk am Karl-Ross-Weg erstellt.

Beschlossen hat der Rat die Ausschreibung des ersten Bauabschnitts zur Verlegung des Glasfaserkabels des zukünftigen Hochgeschwindigkeitsnetzes. Dieser erste Abschnitt führt vom Ortsbereich Markteich bis hinunter zum Kurpark, wo der so genannte „Point Of Presence“ (POP), der Knotenpunkt installiert wird. Für diesen Abschnitt wurde Seebach jüngst der Zuschuss von knapp 750.000 Euro bewilligt. „Wir wollen im Sommer mit den Verlegungsarbeiten beginnen und noch in diesem Jahr das Glasfaser in den Boden bringen“, teilte Bürgermeister Reinhard Schmälzle mit und begründete das Vorgehen in Bauabschnitten damit, dass die Fördersumme begrenzt und somit für jeden Abschnitt ein neuer Förderantrag nötig ist. „Wieviel Bauabschnitte wird es denn insgesamt geben?“ fragte Ferdinand Sehlinger nach. „Das wissen wir noch nicht exakt, aber wir gehen von vier Bauabschnitten aus“, meinte Schmälzle. Um Kabelverlegung ging es auch im Gewann Tannenteich. Dort beabsichtigt der Stromversorger Syna die oberirdisch verlaufenden Versorgungskabel in die Erde zu legen. Der Rat stimmte zu, die Maßnahme zu nutzen und Leerrohr für Glasfaser mit zu verlegen. Bürgermeister Reinhard Schmälzle teilte dem Rat dazu voraussichtliche Nettokosten von 65.000 Euro mit. Eine Fördermöglichkeit besteht, es wird daher ein Zuschussantrag an das Land gestellt.

Die Region Nordschwarzwald unterstützt das bundespolitische Ziel, bis 2020 eine Stromerzeugung zu 38,5 Prozent aus erneuerbaren Energien zu erreichen. Die Marge des Landes bis 2050 liegt bei 80 Prozent. Der Seebacher Rat hatte am Donnerstagabend zum Teilregionalplan Windenergie Stellung zu nehmen. Da der Plan für Seebach keine relevanten Vorranggebiete auswies, nahm der Rat das Beteiligungsverfahren zur Kenntnis und beschloss, keine Bedenken und Anregungen vorzutragen.

Zum Radweg Ottenhöfen-Seebach fand am Dienstag, 15. Mai, eine Informationsveranstaltung in Ottenhöfen im Hotel Sternen statt. Bürgermeister Reinhard Schmälzle berichtete, dass die Veranstaltung sehr aufschlussreich gewesen sei. Er ging im Rat auf Schwerpunkte der Strecke wie auf die Brücke über die Acher und auf die Ampelregelung beim Hotel Sternen ein. Auf die Anfrage von Thomas Knapp, welche Gemeinde für den Winterdienst auf dem zukünftigen Radweg zuständig sei, gab er die Auskunft, dass gemäß der Vereinbarung zwischen den beiden Gemeinden Seebach den Winterdienst zu leisten habe.

Zwei Bauanträge lagen dem Seebacher Rat am Donnerstagabend vor. Zustimmen musste er ihnen nicht, da beide den Vorgaben des Bebauungsplans entsprachen. Im ersten Fall handelte es sich um den Neubau einer Garage im Wohngebiet Sommerseite, im zweiten Fall um den Neubau eines Wohnhauses mit Büroräumen in der Legelsaustraße.  Hauptamtsleiter Markus Brügel und Bürgermeister Reinhard Schmälzle stellten die Baumaßnahmen vor, der Rat nahm sie zur Kenntnis und hatte keine Fragen oder Anmerkungen dazu. Zur Aufgabe einer Gemeinde gehört es, eine Vorschlagsliste für die Schöffenwahl beim Landgericht einzureichen. Die Verwaltung hatte dafür einen Aufruf im Achertäler Heimatboten inseriert und war erfolgreich. Es meldeten sich Karin Buchs und Otmar Zuber. Der Rat stimmte zu, die beiden Personen auf die Vorschlagsliste zu setzen und diese beim Landgericht Baden-Baden einzureichen.

In der Einwohnerfragezeit teilte Claudia Bohnert mit, dass sie ihre Unterstützung beim Einpflanzen von Blumen zum Schmuck in der Gemeinde nicht mehr leisten kann. Bürgermeister Reinhard Schmälzle und der Gemeinderat bedauerten das und dankten ihr für die über Jahre erbrachte, auch ehrenamtliche Leistung.

Aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 17. April teilte Schmälzle mit, dass der Rat zum Rotwildabschuss Stellung genommen habe und über die Sanierung der Brücke über die Acher in den Deckerhöfen diskutiert habe. Eine Untersuchung soll folgen, damit die Brücke bei einer Sanierung auch bei einem Hochwasser ihren Zweck erfüllt. Weiter teilte er mit, dass der Fischpächter der Acher gebeten habe, den Pachtvertrag aufzulösen. Dem habe der Rat entsprochen. „Diese Fischpacht ist nun wieder zu haben“, stellte er fest.

Unter Bekanntgaben informierte Bürgermeister Reinhard Schmälzle: „Wir haben unsere Quote mit der Aufnahme und Unterbringung von 30 Flüchtlingen erfüllt.  Die Sache läuft gut, die Integrationsbeauftragte steht uns bei Fragen zur Seite“. Zum Erhalt des Krankenhauses Achern zeigte er sich erfreut, dass sich derzeit eine gute Lösung abzeichne. „Uns bedeutet das Krankenhaus Achern enorm viel, zum einen wegen seiner guten Erreichbarkeit, zum anderen wegen seiner Ausstrahlung auf die ganze Region.“ Ob aus Seebach noch eine Resolution zum Erhalt komme, machten Schmälzle und der Rat davon abhängig, wie sich die Sache entwickle, aber in jedem Fall befürworte man das Krankenhaus in Achern.

Beim Adlersee in Hinterseebach ist ein Spielplatz vorgesehen. „Er soll eine gute Sache werden“, wünschte sich Schmälzle für das Projekt und ließ wissen: „Noch sind wir zusammen mit dem Kindergarten in der Überlegung und Prüfung, ob etwas in Eigenleistung oder mir öffentlichen Fördermitteln entstehen soll“. Auf jeden Fall soll ein Förderverein ins Leben gerufen werden, um für das Projekt eine breite Öffentlichkeit zu gewinnen.

Zum Schluss stellte er einen Informationsabend des Landschaftserhaltungsverbands in Aussicht und wies auf das Jumelagetreffen am 8. Juli in der französischen Partnergemeinde Ottrott hin. (gat)

Die Infrastrukturarbeiten für das Nationalparkzentrum in der Schwarzenkopfstraße erforderten am Durchlauf des Dürrbadenbächle besonderen Aufwand. Derzeit wird der Unterbau gefertigt, am 23. Mai soll die Fahrbahndecke aufgebracht werden.
Die Infrastrukturarbeiten für das Nationalparkzentrum in der Schwarzenkopfstraße erforderten am Durchlauf des Dürrbadenbächle besonderen Aufwand. Derzeit wird der Unterbau gefertigt, am 23. Mai soll die Fahrbahndecke aufgebracht werden.
Hier kommt der Fahrradweg Ottenhöfen-Seebach von Seebach her hoch, die Lücke im Baumnbestand lässt erkennen, wo die Brücke zur Überquerung der Acher gebaut wird.
Hier kommt der Fahrradweg Ottenhöfen-Seebach von Seebach her hoch, die Lücke im Baumnbestand lässt erkennen, wo die Brücke zur Überquerung der Acher gebaut wird.
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