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Partnerschaft Ottrott

Verschwisterung Ottrott

Im Wissen darum, dass Europa nur wachsen kann durch persönliche Begegnungen von Mensch zu Mensch, wurde in den 60er Jahren eine Reihe von Partnerschaften zwischen Deutschland und Frankreich aus der Taufe gehoben. Die Idee, Verschwisterungen zwischen Elsaß und Baden in die Wege zu leiten, wurde maßgeblich unterstützt von den Verantwortlichen des katholischen Männerwerkes der Diözese Straßburg und der Erzdiözese Freiburg.

Bei der Auswahl der Partner war man bestrebt, Gemeinden rechts und links des Rheins zu finden, die von der Lage und Größe des Ortes gut zusammenpassen. So kam es nicht von ungefähr, dass für das am Fuß der Hornisgrinde gelegene Mummelseedorf Seebach die am Fuß des Odilienberges gelegene Gemeinde Ottrott als Partner gewählt wurde. Als am 10. Mai 1967 beim Gemeinderat sowie beim Stiftungsrat in Seebach und am 12. Mai bzw. 14. Mai bei den entsprechenden Gremien in Ottrott die geplante Verschwisterung auf der Tagesordnung stand, gab es jeweils ein deutliches Votum für die Partnerschaft. Bei der ersten offiziellen Begegnung am 2. Juli 1967 wurde von den Verantwortlichen beider Gemeinden - Bürgermeister Robert Ott und Pfarrer Florent Feuerstoß für Ottrott sowie Geistlicher Rat Pfarrer Franz Kiehnle und Bürgermeister Karl Sackmann für Seebach - die Verschwisterungsurkunde unterzeichnet.

 Gruppenbild vor der Kirche in Ottrott beim Partnerschaftstreffen 2008
Gruppenbild vor der Kirche in Ottrott beim Partnerschaftstreffen 2008
 Jumelage / Partnerschaftstreffen 2019
Jumelage / Partnerschaftstreffen 2019

Dass die Partnerschaft nicht nur bei guten Absichtserklärungen blieb, sondern mit Leben erfüllt wurde, beweist die Geschichte der Verschwisterung, die im Jahr 1997 ihren 30. Geburtstag feiern konnte. In den nunmehr 34 Jahren trafen sich beide Gemeinden jährlich, wobei beide Partner wechselseitig einander einluden. Maßgeblichen Anteil an der Vertiefung der Verschwisterung erwarben sich im Laufe der Jahre neben den beiden Ortsgeistlichen Pfarrer Feuerstoß und Pfarrer Kiehnle und deren Nachfolger Pfarrer Beyler (Ottrott) und Dekan Still bzw. Pfarrer Benz (Seebach) die Bürgermeister beider Gemeinden Jean Schreiber und Francois Schreiber (Ottrott) sowie Gerhard Bär und Reinhard Schmälzle. Inspiriert vom früheren französischen Außenminister Robert Schumann, einem Freund des deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, der in einer historischen Rede zum Ausdruck brachte, dass ein vereintes Europa nur wachsen kann, wenn viele Begegnungen von Mensch zu Mensch zustande kommen, wurde der Verschwisterungsgedanke auch von vielen Familien und verschiedenen Vereinen aufgegriffen.

Damit die Jumelage auch in Zukunft auf festen Füßen steht, wurden in die Kontakte zwischen den beiden Gemeinden auch die Schulen und Vereine beider Dörfer einbezogen. Nachdem schon von Anfang an (seit 1968) die Familien der beiden früheren Schulleiter Koch (Ottrott) und Herrmann (Seebach) ein freundschaftliches Verhältnis haben, nahmen 1987 auch die Lehrerkollegien beider Gemeinden miteinander Verbindung auf, indem sie sich gegenseitig einluden. Bei den ersten Kontaktgesprächen unter der Leitung der Rektoren Antoine Kugler (Ottrott) und Roland Burst (Seebach) gab es schnell ein eindeutiges Ja zur Schulpartnerschaft.

Seitdem fanden schon viele Begegnungen zwischen beiden Schulen statt. Nach erstem zaghaften "Beschnuppern" sprang schnell der Funke über. Dabei gewannen die Schüler schon bald die Erkenntnis, dass sie mit den gleichaltrigen Kindern jenseits des Rheins trotz der Sprachbarriere genauso gut auskommen können wie mit den eigenen Klassenkameraden. Bei den Vereinen engagieren sich die Vereinssprecher Hubert Kopp (Ottrott) und Angelika Schmälzle (Seebach) für die Vertiefung der Partnerschaft. So bestehen zwischenzeitlich zwischen vielen gleichgelagerten Interessensgemeinschaften wie bei den Musikvereinen, den Feuerwehren, Kirchenchören aber auch zwischen dem Fußballverein Ottrott und dem Skiclub Seebach gute kameradschaftliche Verbindungen.

Weitere Informationen zu Ottrott erhalten Sie auf der Homepage von Ottrott. Weiter zur Homepage

Partnerschaftstreffen am 08. Juli 2018 in Ottrott zum 50jährigen Jubiläum

Am Sonntag, den 08. Juli 2018, wurde in der Partnergemeinde Ottrott im Elsaß der 50. Jahrestag der Jumelage mit Seebach gefeiert. Die Gemeinde Ottrott hat hierzu alle Einwohner von Seebach, alle Interessierten und Freunde herzlich eingeladen.

Es herrschte eine herzliche und familiäre Atmosphäre auf dem herrlich geschmückten und großzügigen Festplatz in der elsässischen Gemeinde Ottrott a. Grund hierfür war das Jubiläumstreffen zum 50jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen den Gemeinden Seebach und Ottrott. Auf den Tag genau 50 Jahre später, am 08. Juli 2018, bekräftigten die beiden Gemeinde ihre langjährige Freundschaft mit einem wunderbaren Festakt in der beschaulichen elsässischen Gemeinde am Fuße des Odilienbergs.

Mit zusammen über 400 Teilnehmern aus Seebach und Ottrott war die Resonanz auf beiden Seiten enorm. Allen voran die beiden Bürgermeister Reinhard Schmälzle aus Seebach und Claude Deybach aus Ottrott sowie die beiden Pfarrer Georg Schmitt und Piere Alimasi würdigten die Bereitschaft 1967 bzw. 1968 die Freundschaft miteinander einzugehen und sie auch 50 Jahre später noch weiter intensiv hochzuhalten. So war es auch für die Seebacher klar mit einer großen Delegation zu diesem Anlass nach Ottrott zu fahren.  Am Programm in Ottrott beteiligt waren mit dem Kirchenchor, dem Musikverein, der Feuerwehr und dem DRK auch mehrere Vereine aus Seebach. Im vergangenen Jahr konnte die Partnerschaft, mit der Unterzeichnung der Urkunde ebenfalls auf den Tag genau vor 50 Jahre am 02.07.2017, in Seebach mit einem Dorffest gefeiert werden.

Traditionell wird bei jedem Treffen der beiden Gemeinden nach einem kurzen Empfang der Gäste aus Seebach auf dem Kirchplatz mit Blasmusik des Ottrotter Musikvereins zusammen der Gottesdienst in der Kirche Saint-Simon & Saint-Jude von Ottrott besucht. Unter Mitwirkung der beiden Kirchenchöre von Seebach und Ottrott konnte ein schöner und musikalischer Gottesdienst gefeiert werden. Beide Pfarrer sendeten die Botschaft weiter gemeinsam Europa und das Zusammentreffen der Menschen zu erleben und zu fördern. Einen großen Beitrag hierfür liefern seit über 50 Jahren die Gemeinden Seebach und Ottrott. Nach dem Gottesdienst erfolgte der Apéritif mit Begrüßung durch Bürgermeister Claude Deybach auf dem extra für den Anlass hergerichteten und mit zahlreichen Zelten und Ständen geschmückten Festplatz. Bürgermeister Deybach freute sich bei herrlichem Sommerwetter riesig über die enorme Beteiligung an diesem Jubiläumstreffen und deutete an, dass nach sehr viel Arbeit und großem Aufbau ein angenehmes und abwechlungsreiches Programm für den weiteren Verlauf des Tages vorbereitet wurde.

Bei vielen Gesprächen und einem Glas Crémant konnten sich alle miteinander austauschen und die vielen über Jahre bestehenden Freundschaften wurden weiter vertieft. In lockerer Atmophäre erfolgte anschließend das Mittagessen, alle Teilnehmer bedienten sich dabei an einem der Stände rund um den Festplatz. Die musikalische Unterhaltung übernahm hier der Musikverein Seebach. Leider hatte die extra für diesen Anlass aufgebaute Bühne kein Dach bekommen, und so mussten die Musiker bei sengender Sonne um jeden Ton durstig kämpfen, was ihnen auch prima gelang.

Eine Überraschung hatten sich die Ottrotter am Nachmittag für eine würdige Reklame der Partnerschaft einfallen lassen: Die beiden Bürgermeister Deybach und Schmälzle enthüllten zunächst eine Stele mit einem Schild der bestehenden Freundschaft über 50 Jahre und pflanzten danach zusammen einen Baum der Freundschaft. Nach dieser feierlichen Zeremonie konnte noch im Anschluss ein neuer, ausladender Pavillon durch die beiden Bürgermeister eingewiehen und übergeben werden. In nächster Nähe stellten die Feuerwehren aus Seebach und Ottrott sowie das DRK ihre Fahrzeuge aus. Für die Kinder waren diese Fahrzeuge natürlich höchst interessant und konnten besichtigt werden. Für Kinder war außerdem ein eigener großzügiger Bereich aufgebaut, wo sie Geschicklichkeitsspiele machen konnten, oder auch Ponyreiten.

Ein weiterer, eher amüsanter Programmpunkt war der sog. „Kellnerlauf“. Einen kleinen Parcour mussten verschiedene Teams mit einem vollen Tablett bewältigen, der und die Schnellsten wurden anschließend mit einer Urkunde ausgezeichnet. Das Abendessen fand dann wieder in geselliger Runde mit Flammkuchen statt. Alle Getränke und dass Essen wurden an diesem Tag zum Selbstkostenpreis durch Vereine und Gastronomen aus Ottrott verkauft.

Als Gastgeschenk hatten sich die Gäste etwas besonderes ausgedacht. Das 50jährige Bestehen der Freundschaft zwischen Seebach und Ottrott sollte zum Anlass genommen werden, dies auch optisch zu zeigen. So überreichte Bürgermeister Reinhard Schmälzle in Unterstützung des stellvertretenden Bürgermeisters Wendelin Börsig den Freunden aus Ottrott zwei Himmelsliegen aus Holz. Überrascht und erfreut wurden die Liegen gerne angenommen und die beiden Bürgermeister liesen es sich nicht nehmen diese gleich Probe zu liegen. Im Anschluss bedankte sich Bürgermeister Schmälzle für ein „wunderbares Fest im Sinne einer wahren europäischen Freundschaft“ und appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger den Sinn eines vereinten Europa weiterzuführen. Gerade in der derzeit schwierigen Lage mit vielen nationalen Gedanken in ganz Europa „muss es das Ziel von uns allen sein, daran zu arbeiten, dass nur ein gemeinsames Europa eine gemeinsame Zukunft hat“. Ein ganz besonderer Dank ging an Bürgermeister Claude Deybach und vor allem an Francis und Jeaninne Feger als Hauptverantwortliche für das gelungene Jubiläumspartnerschaftstreffen.

Zum großen Finale des Partnerschaftstreffens am Abend bekräftigten die Bürgermeister Reinhard Schmälzle und Claude Deybach, Dekan Georg Schmitt und Curè Pierre Alimasi sowie Angelika Schmälzle, Vertreterin der Vereine von Seebach, und Pierre Lurker, Vorsitzender der Ottrotter „Association Culturelle et Sportive“, in einer Freundschaftsurkunde die vor 50 Jahren geschlossene Partnerschaft.

 Die vor 50 Jahren geschlossene Freundschaft wurde durch eine Urkunde bekräftigt. Von rechts nach links Pfarrer Georg Schmitt, Pfarrer Pierre Alimasi, Bürgermeister Reinhard Schmälzle, Bürgermeister Claude Deybach, Angelika Schmälzle und Pierre Lurker
Unterschift der Urkunde
 Zum Zeichen der Freundschaft wurde durch die beiden Bürgermeister Claude Deybach (rechts) und Reinhard Schmälzle ein Baum gepflanzt
Baum der Freundschaft
 Übergabe Himmelsliegen: von links nach rechts Pfarrer Piere Alimasi, Mireille und Bürgermeister Claude Deybach, Pfarrer Georg Schmitt, Carmen und Bürgermeister Reinhard Schmälzle
Übergabe Himmelsliegen
 Bürgermeister Claude Deybach (links) und Bürgermeister Reinhard Schmälzle bei der Übergabe einer Stele zum 50jährigen Jubiläum der Partnerschaft
Übergabe einer Stele
 Zur Begrüßung spielte der Musikverein Ottrott auf dem Kirchplatz.
Musikverein Ottrott
 Bürgermeister und Gemeinderäte beim
Bürgermeister und Gemeinderäte beim "Kellnerlauf"
 Die beiden Kirchenchöre von Seebach und Ottrott gestalteten den Gottesdienst mit
Kirchenchöre Seebach und Ottrott

Jubiläumspartnerschaftstreffen 50 Jahre Jumelage zwischen Seebach und Ottrott am 02. Juli 2017 in Seebach

Das Programm können Sie sich als pdf-Datei herunterladen.

 Unterzeichung der Erneuerungsurkunde
Unterzeichung der Erneuerungsurkunde
 Ehrung von
Ehrung Frauen und Männer der ersten Stunde
 Übergabe Gastgeschenk
Übergabe Gastgeschenk
 Abschlussdoppelkonzert Musikvereine Seebach und Ottrott
Abschlussdoppelkonzert Musikvereine Seebach und Ottrott